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	<description>Ein Blog für Sport, Medien und Sportmedien</description>
	<pubDate>Mon, 30 Jan 2012 19:29:48 +0000</pubDate>
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		<title>Liebe Telekom: Schluss mit der Geldverschwendung!</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Jan 2012 19:29:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>RealityCheck</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Georg Kofler ist nicht der beste Kronzeuge, mit dem man ein Plädoyer für die Vernunft beginnen sollte. Sei es drum. Die eine Saison, in der einerseits arena über Sat und im Kabel, andererseits PREMIERE im IPTV der Telekom die Bundesliga produzierte, beschrieb der große Zampano aus Südtirol als &#8220;Geldverschwendung par excellence&#8221;.
Zwei Sender bzw. Unternehmen, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Georg Kofler ist nicht der beste Kronzeuge, mit dem man ein Plädoyer für die Vernunft beginnen sollte. Sei es drum. Die eine Saison, in der einerseits arena über Sat und im Kabel, andererseits PREMIERE im IPTV der Telekom die Bundesliga produzierte, beschrieb der große Zampano aus Südtirol als &#8220;Geldverschwendung par excellence&#8221;.</p>
<p>Zwei Sender bzw. Unternehmen, die eine komplette Sendeinfrastruktur für das teuerste und wichtigste Sportrecht Deutschlands unterhielten und finanzierten - schon auf den ersten Blick ist offensichtlich, dass man hier Überkapazitäten schafft. Wenn ARD und ZDF zeitgleich Prinzenhochzeiten übertragen, kann man das noch mit viel Fantasie als &#8220;öffentlich-rechtlichen Auftrag&#8221; fernab von den Gesetzen des Marktes abtun. Dass aber privatwirtschaftliche Unternehmen, die zudem noch börsennotiert sind, sich genauso verhalten, will auch zweieinhalb Jahre nach Start des Projekts &#8220;LIGA total!&#8221; nicht in jeden Kopf. Und nun, kurz vor der Neuausschreibung der Bundesliga-Rechte, möchte man der Telekom zurufen:</p>
<p>Es ist Zeit, diese Geldverschwendung zu beenden.<span id="more-235"></span></p>
<p>Warum der Telekom und nicht Sky? Ganz einfach. Die Größe. Sky hat die kritische Größe dem vernehmen nach spätestens in diesem ersten Quartal 2012 erreicht und wird schwarze Zahlen schreiben. Das IPTV der Telekom, Entertain, und schon gar nicht das Bundesliga-Angebot &#8220;LIGA total!&#8221; sind noch weit von dem Level entfernt, dass man von einem dauerhaft tragbaren Businessmodell sprechen mag.</p>
<p>Zudem wirkt &#8220;LIGA total!&#8221; auch heute noch so, wie man es vom <i>alten PREMIERE</i> gewohnt war. Und &#8220;gewohnt&#8221; meint dabei keinen positiven Aspekt. &#8220;LIGA total!&#8221; hat sich seit dem Sendestart nicht weiterentwickelt, abgesehen von technischen Gimmicks, die keinen Mehrwert bieten, sondern nur das Vorhandensein des Rückkanals betonen, könnte man mit verbundenen Augen die Kirch-Ära im IPTV wiederbelebt wissen.<br />
Sky dagegen hat sich mit journalistischen Fortschritten, Eigenproduktionen und zuletzt Sky Sport News eine generelle Wertigkeit verschafft, die den qualitativen Ausschlag ganz klar gen News Corp Sender verursachen. Wenn ich auf einen der beiden Anbieter verzichten müsste, wäre es definitiv nicht Sky.</p>
<p>Hinzu kommt natürlich, dass Sky das breitere Angebot offeriert. &#8220;LIGA total!&#8221; ist - wie bereits erwähnt, kurzfristige Gimmicks ausgenommen - Fußball-Bundesliga, das war&#8217;s. Die Deutsche Telekom versteckt ihre Ambition nicht mal - die Bundesliga soll der Rammbock sein, mehr aber auch nicht. Alles andere ist ein finanzielles Investment, das man nicht zu erbringen bereit ist.</p>
<p>Natürlich, die journalistische Präsentation der Bundesliga ist Geschmackssache. Da mag sich der ein oder andere über Reif oder Thurn und Taxis echauffieren, während andere der eher leicht-seichte Ansatz des Rosa Riesen auf den Keks geht. Unter dem Strich sind die klangvolleren Namen des On Air Talents - allein aufgrund der Finanzkraft, aufgrund des vielfältigeren Angebots - unstreitig bei Sky. Und genau das merkt man am Programm, in dem mehr Aufwand, mehr Geld steckt. Dass dieses Geld durch deutlich mehr Werbung refinanziert werden will, geschenkt.</p>
<p>Unter dem Strich muss man konstatieren: Die bessere Qualität bietet Sky, und &#8220;LIGA total!&#8221; wird hier nicht herankommen. Auch nicht in der nächsten Rechteperiode.</p>
<p>Und dies sollte sich das Teilstaatsunternehmen eingestehen. Es ist Zeit, den Stecker zu ziehen. Es ist Zeit, das eigene Risiko zu minimieren und sich die externe Qualität einzukaufen. Die Telekom sollte das Projekt der eigenen Bundesliga-Produktion beenden und alle freie Energie darauf verwenden, die Programme von Sky im eigenen Netz anbieten zu können.</p>
<p>Dies hätte mehrere Vorteile:</p>
<p>Zum einen minimiert sich das unternehmerische Risiko. Man ist nicht abhängig von Erfolg des Produkts, während man gegenüber DFL und anderen Partnern eine fixe Kostenbasis hat. Eine Kooperation mit Sky würde eine Partizipierung an den Sky-Abos bedeuten, die deutlich risikoärme wäre.</p>
<p>Außerdem könnte man mit den Sky-Programmen abseits der Bundesliga endlich wieder wichtige, bisher im IPTV schwer vermisste Inhalte bieten. Man mag es aus Sicht des Fußball-Maniacs nur schwerlich nachvollziehen, wenn man bereits die Bündelung mit anderem Sport als überflüssig ansieht und am liebsten eine &#8220;Pay Per Game&#8221;-Lösung bevorzugen würde. Doch etwa die Filmkanäle oder die Champions League gehen Telekom Entertain ab und hinterlassen eine Lücke, die etwa auch Videoload nicht schließen kann.</p>
<p>Nicht zuletzt:</p>
<p>Mit einem Ende von &#8220;LIGA total!&#8221; würde man die Verschwendung der Werbemillionen im Sportsponsoring vermeiden. Es ist und bleibt unbegreiflich, wie man dermaßen teure Werbeflächen bei unzähligen Bundesliga-Vereinen für ein Produkt verballern kann, dass zum einen nur ein Bruchteil der deutschen Haushalte abonnieren kann, zum anderen nur eine strategische Funktion mit arg begrenztem Erfolg hat. Die Sponsoringmillionen, die in die Taschen etwa der Bayern fließen, wären mit Werbung für andere Telekomprodukte besser investiert.</p>
<p>Natürlich, das eigene Bundesliga-TV ist ein Imagefaktor. Zudem hat man so Einfluss auf die Rahmenbedingungen der Produktion und kann das Angebot auf die technischen Argumente von Entertain ausrichten. Außerdem stellt man so sicher, dass man das einzige IPTV mit Bundesliga bietet.</p>
<p>Dennoch:</p>
<p>Sky hat die Wichtigkeit von IPTV- und Mobilrechten erkannt, zudem wird man einen Verlust der Recht um jeden Preis verhinden wollen. Im Ergebnis wird es nur zwei Optionen für die Telekom bei der anstehenden Rechtevergabe geben: Entweder man verliert die Recht an Sky oder bezahlt mehr als das Doppelte als bisher, was das Abenteuer zu einer noch größeren Geldverschwendung machen würde als sowieso schon.</p>
<p>Die Deutsche Telekom sollte es sich eingestehen: Ein dauerhafter Erfolg von Entertain wird nur mit, nicht gegen Sky möglich sein. Die strategische Entscheidung obliegt nun den T-Entscheidern. Doch wenn man es realistisch sieht: </p>
<p>Das Ende von &#8220;LIGA total!&#8221; ist keine Frage des Obs, sondern des Wanns.</p>
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		<title>Sky Sport News HD - Ein Fazit am Ende des Free-TV-Fensters</title>
		<link>http://sportmedienblog.de/2012/01/18/sky-sport-news-hd-ein-fazit-am-ende-des-free-tv-fensters/</link>
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		<pubDate>Wed, 18 Jan 2012 18:06:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>RealityCheck</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Mit viel Brimborium ist Anfang Dezember das neue Sportflaggschiff von Sky, Sky Sport News HD, gestartet. Eine neue Ära sollte dieser Sender einleiten, aus mehreren Gründen. Nicht nur für Sky, den Pay-TV-Anbieter aus München, der lange Jahre knapp vor der Pleite stand und nun unter Ägide des News Corp Managements erstmals den Anschein macht, kurz [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit viel Brimborium ist Anfang Dezember das neue Sportflaggschiff von Sky, <strong>Sky Sport News HD</strong>, gestartet. Eine neue Ära sollte dieser Sender einleiten, aus mehreren Gründen. Nicht nur für Sky, den Pay-TV-Anbieter aus München, der lange Jahre knapp vor der Pleite stand und nun unter Ägide des News Corp Managements erstmals den Anschein macht, kurz vor dem dauerhaften Erreichen der Gewinnschwelle zu stehen.</p>
<p>Um für den neuen Sender ordentlich Promotion zu betreiben ließ man den Kanal in den ersten gut sechs Wochen unverschlüsselt auf die Menschheit los. Am Freitag fällt die Pay-Schranke und es ist Zeit für ein erstes Fazit.<span id="more-234"></span></p>
<p>Was klar ist:</p>
<p>Reibungslos konnte es nicht losgehen. In den ersten Wochen gab es immer wieder Hänger, sowohl menschliche Fehler als auch technische Aussetzer. Da blieb mal eine Einblendung hängen, zwei Tage alte Schlagzeilen liefen im Ticker durch, Namen wurden verwechselt. Geschenkt. Das muss sich erst &#8220;eingrooven&#8221;. Inzwischen wirkt das Programm bereits nach so kurzer Zeit erstaunlich professionell, sowohl in Aufmachung wie auch journalistischer Leistung.</p>
<p>Von den Inhalten her gibt es sowieso kaum etwas zu meckern. Dass das Programm stark Fußball-Fokussiert sein werde, war klar, war bekannt, war offensichtlich. Was überraschte war die Breite der Rechte. Da gibt es Bilder der belgischen Jupiler League, regelmäßige Highlights der französischen Ligue 1. Wintersport-Rechte hat man und kann damit - was besonders in den letzten Tagen wichtig war - von praktisch allen wichtigen Sportereignissen auch in Bildern berichten. Eine negative Überraschung kam leider mal wieder von der &#8220;launischen Diva&#8221; NBA. Immer wieder glänzten die Spielberichte der Dallas Mavericks unerklärlicherweise mit Abwesenheit, obwohl andere Spiele zusammengefasst wurden.</p>
<p>Eine positive Überraschung ist der von Fox Sports produzierte US-Sportblock. Dafür muss man ein Extralob aussprechen, Berichterstattung über College Sport (!) ist etwas, womit selbst kühnste Optimisten nicht gerechnet hätten. Auch wenn die redaktionelle Entscheidung hierüber vielleicht (auch) eben bei Fox Sports liegt.</p>
<p>Negativ  - aber auch noch nicht abschließend zu bewerten - ist das Programm während Bundesliga- bzw. CL-Spielen. Die deutsche Adaption von &#8220;Soccer Saturday&#8221; bzw. &#8220;Soccer Special&#8221; lässt weiter auf sich warten. Der Start hierfür wurde jedoch ausdrücklich für die Pay-Phase angekündigt, daher muss das Fazit diesbezüglich vorerst ausfallen.</p>
<p>Ein weiteres Alleinstellugnsmerkmal von Sky Sport News HD ist die schiere Anzahl an Außenreportern. Während sich SPORT1 dafür rühmt, etwa Christian Ortlepp an die Säbener Straße schicken zu können, fängt es hier mit Uli Köhler oder Torben Hoffmann als Bayern-Reporter erst an. Selbst bei manchem Testspiel, von dem nur ein eingefleischter Fan etwas wusste, konnte man in der Winterpause eine Liveschalte bieten. Dies sorgt für eine Nähe zu den Mannschaften, für eine Aktualität, die früher oder später unweigerlich zu den so wichtigen &#8220;Scoops&#8221; führen muss.</p>
<p>Apropos Scoops:</p>
<p>Schon nach wenigen Tagen merkte man, dass Sky in einem Punkt erfolgreich war - dem Kontakte knüpfen, dem Kontakte kaufen. Es vergeht kein Tag, an dem man keine Exklusivstimme bieten kann, zum Teil von großen Namen, zwar oft nur mit geringem Nachrichtenwert, aber immerhin. Man wird wahrgenommen, man bietet etwas, was nur Sky Sport News bietet - und dies ist das Ziel. Und dafür sorgt nicht nur die Kooperation mit der BILD.</p>
<p>Apropos Kooperationen. Man muss die BILD nicht mögen, aber deren Kontakte, deren Einfluss ist unbestritten. Das Springer-Blatt ist ganz vorne dabei beim Agenda Setting. Die regelmäßigen Schalten zu Walter M. Straten zeigen, was am nächsten Tag in der Zeitung mit den großen Buchstaben steht. Vor allem aber bietet diese Kooperation einen Mehrwert. Was man von der anderen Kooperation - mit transfermarkt.de - leider nicht sagen kann. Die Schalten zu Transfermarkt-Gründer Seidel wirken unprofessionell und von einer unglaublichen Irrelevanz, die den Sinn dieser Segmente einzig und allein auf das Vorlesen von im Forum ermittelten Transferwahrscheinlichkeiten zusammenschrumpfen lässt.<br />
Sollte es sich hierauf auch weiterhin begrenzen, ist diese Kooperation schlicht überflüssig. Zumal eben Matthias Seidel augenscheinlich mit dieser Aufgabe eher überfordert erscheint.</p>
<p>Inhaltlich lässt sich jedoch - trotz so mancher Punkte, an denen Verbesserung Not tut - eines konstatieren: Sky Sport News HD erfüllt seinen Zweck. Man ist innerhalb von dreißig Minuten umfassend informiert über die Welt des Sports, Sky bietet einen exklusiven Mehrwert, Sky entwickelt Relevanz. Insofern ist die Investition nach dem ersten Eindruck jeden Cent der (alles andere als kleinen) Investion wert. Erst Recht, wenn man die Implikationen für die Plazamedia-Produktionsverträge berücksichtigt.</p>
<p>Apropos Plazamedia: Es ist bezeichnend, dass auf Sky Sport News HD Spielberichte aus der Premier League in nativem HD zu sehen sind, auf Sky Sport HD dagegen in &#8220;Roarrr!&#8221; oder in der Halbzeit der Live-Übertragungen nicht. Nein, es ist nicht nur bezeichnend. Es ist eine Ohrfeige, ein Offenbarungseid für die Constantin-Tochter.</p>
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		<title>Aktion Libero</title>
		<link>http://sportmedienblog.de/2011/11/16/aktion-libero/</link>
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		<pubDate>Tue, 15 Nov 2011 23:00:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>RealityCheck</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Sport]]></category>

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		<description><![CDATA[
Ein Spiel dauert neunzig Minuten. Zumindest im besten Fall, f&#252;r schwule Profifu&#223;baller dauert das Versteckspiel ein Leben lang: Keiner wagt es, seine Homosexualit&#228;t offen zu leben. So sch&#246;n Fu&#223;ball auch ist &#8211; Ressentiments halten sich in seinem Umfeld hartn&#228;ckig.
Ein unertr&#228;glicher Zustand! Ob jemand schwul&#160; ist, oder rund, oder gr&#252;n, das darf keine Rolle spielen. Wir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://sportmedienblog.de/wp-content/pics/aktion_libero_motiv_foto.jpg" width="100%" heigth="100%"></p>
<p>Ein Spiel dauert neunzig Minuten. Zumindest im besten Fall, f&uuml;r schwule Profifu&szlig;baller dauert das Versteckspiel ein Leben lang: Keiner wagt es, seine Homosexualit&auml;t offen zu leben. So sch&ouml;n Fu&szlig;ball auch ist &ndash; Ressentiments halten sich in seinem Umfeld hartn&auml;ckig.</p>
<p><strong>Ein unertr&auml;glicher Zustand!</strong> Ob jemand <em>schwul</em>&nbsp; ist, oder <em>rund,</em> oder <em>gr&uuml;n,</em> das darf keine Rolle spielen. Wir alle sollten ein bisschen besser aufpassen &ndash; auf unsere Worte, unser Denken, unsere Taten: Die Freiheit jedes Einzelnen ist immer auch die eigene Freiheit.</p>
<p>Wir schreiben in unseren Blogs &uuml;ber Sport, und unsere Haltung ist eindeutig: <strong>Wir sind gegen Homophobie. Auch im Fu&szlig;ball.</strong></p>
<p><a href="http://www.aktion-libero.de"><img src="http://sportmedienblog.de/wp-content/pics/aktion_libero_logo.png" alt="Logo" /></a></p>
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		<title>Sportkommentator - Traumjob und Knochenjob</title>
		<link>http://sportmedienblog.de/2011/11/01/sportkommentator-traumjob-und-knochenjob/</link>
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		<pubDate>Tue, 01 Nov 2011 18:05:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>RealityCheck</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Football League]]></category>

		<category><![CDATA[Fußball]]></category>

		<category><![CDATA[Interviews]]></category>

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		<category><![CDATA[Serie A]]></category>

		<category><![CDATA[Sport]]></category>

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		<description><![CDATA[Karsten Linke, geboren 1963, ist Kommentator bei sportdigital. Der Pay-TV-Sender aus Hamburg widmet sich unter dem Banner „Football around the World“ auch Fußballligen, die nicht so sehr im Fokus der Öffentlichkeit stehen. Mit der Serie A hat man ein echtes Highlight im Portfolio, aber auch die 2. Liga Englands, die Championship, oder die holländische Eredivisie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Karsten Linke, geboren 1963, ist Kommentator bei sportdigital. Der Pay-TV-Sender aus Hamburg widmet sich unter dem Banner „Football around the World“ auch Fußballligen, die nicht so sehr im Fokus der Öffentlichkeit stehen. Mit der Serie A hat man ein echtes Highlight im Portfolio, aber auch die 2. Liga Englands, die Championship, oder die holländische Eredivisie haben ihren festen Platz bei sportdigital. Herr Linke stand am Mittwoch, den 26. Oktober 2011 während seiner Vorbereitung auf das Abendspiel der Serie A, Napoli gegen Udinese, einigen Fragen Rede und Antwort.</em></p>
<p><strong>Herr Linke, vielen Dank für das Gespräch. Zunächst ein paar Fragen zu Ihrer Person. Wie lange sind Sie jetzt schon Sportkommentator?</strong></p>
<p>Angefangen hat meine Fernsehlaufbahn bei Sat. 1 im Jahr 1990. Ich habe vorher für das Golf-Magazin von Gruner + Jahr geschrieben und hatte dann gehört, dass Harry Valerien zu Sat.1 nach Hamburg kommen wird. Das war für mich eigentlich der Auslöser, auch zum Fernsehen zu gehen. Ich fand Valerien schon damals als junger Mann ganz toll, wenn er mit seinem gelben Pullover das Sportstudio moderierte. Als ich dann erfuhr, dass ich möglicherweise mit ihm arbeiten könnte, habe ich bei Gruner + Jahr gekündigt und bei Sat.1 angefangen. Dort habe ich erst freiberuflich gearbeitet und dann ein Volontariat gemacht – obwohl ich bereits ausgebildeter  Zeitungsredakteur war. Als im Jahr 1992 dann <em>ran</em> und Michael Lion dazukamen, bin ich auch im Job mit Fußball mehr und mehr in Kontakt gekommen.<span id="more-232"></span></p>
<p><strong>Welche Tipps haben Sie für angehende, potenzielle Sportkommentatoren, die sich in Richtung Sportjournalismus bewegen wollen?</strong></p>
<p>Neben meinem Job als Kommentator bin ich Gastdozent an der privaten Medienakademie in Hamburg, wo ich ab und zu Vorlesungen im Sportjournalismus halte. Den jungen Studenten  sage ich immer: ‚Wer in diesem Bereich arbeiten möchte – ob nun im Print, Hörfunk oder TV – muss der festen Überzeugung sein, dass das genau ‚sein Ding‘ ist. Man muss wissen, dass man grundsätzlich in den ersten Jahren fast kein Wochenende frei hat und dass der Job auch viel mit Nachtschicht zu tun hat. Und eines gehört auch dazu: Beharrlichkeit. Ein Beispiel: Wenn man etwas wirklich will, dann muss man auch den Mut haben, bei einem Bewerbungsgespräch vier Stunden vor der Tür zu warten, bis man eine Chance bekommt. Es ist ein ganz toller Job, eigentlich ein Traumjob. Es ist aber auch ein knüppelharter Beruf, für den man Ellbogen braucht und wissen muss, was man will.</p>
<p><strong>Sie haben schon für Sat.1 oder Eurosport gearbeitet, nun für sportdigital. Merkt man große Unterschiede, für welchen Sender man arbeitet?</strong></p>
<p>Ja, es gibt schon Unterschiede. Wenn ein Sender größer und länger am Markt ist, sind natürlich Strukturen und Hierarchien ganz anders gewachsen. Als ich beispielsweise 1996 zu Eurosport gekommen bin, hat man fast alle Übertragungen aus der Kabine kommentiert. Das war damals noch in Paris, Ende der Neunziger Jahre ging es dann nach München. Inzwischen hat Eurosport in verschiedenen Städten Deutschlands Sprecherkabinen, außerdem sind Kommentatoren und Moderatoren bei Events häufig vor Ort – wie beispielsweise Mats Wilander oder Barbara Schett beim Tennis. Das musste sich aber erst peu à peu entwickeln. Große Sender haben einen Chefredakteur, eine Sportredaktion, eine Ablaufredaktion, einen Chef vom Dienst (CvD), Moderatoren usw. Das sind Strukturen, die erst wachsen müssen - und das wächst bei sportdigital seit 2008 eben auch gerade, insbesondere jetzt mit unserem neuen Claim „Football around the World“. Ausschlaggebend ist immer die Größe und das Alter eines Senders und welche Strukturen bereits vorhanden sind. In der reinen redaktionellen Arbeit sind die Unterschiede gar nicht so groß.</p>
<p><strong>Übernimmt die Vorbereitung für die Spiele jemand für Sie oder müssen Sie das selbst leisten? Etwa für das Spiel heute Abend, Neapel gegen Udinese. Wie läuft das ab?</strong></p>
<p>Wenn Sie jetzt einen Blick auf meinen Schreibtisch werfen könnten, würden Sie vor mir eine Menge Blätter plus Laptop sehen. Ich bin gerade dabei, die letzten Fakten für das Spiel  aufzubereiten. Auf einer Moderationskarte notiere ich mir dann die wichtigsten Stichpunkte zu den beiden Mannschaften, die für mich heute relevant sind. Außerdem bekomme ich von unserem Partner <em>betfair</em> diverse Statistiken zu den Mannschaften geliefert. Den Großteil der Informationen bereite ich aber selber auf – schließlich muss ich es dem Zuschauer ja dann auch während der Übertragung kompetent ‚verkaufen‘.</p>
<p><strong>Ist das ein Unterschied zu „größeren“ Sendern wie etwa Sky, wo ein Marcel Reif deutlich mehr zugearbeitet bekommt?</strong></p>
<p>Mit einer Übertragung bei Sky ist das natürlich nicht vergleichbar. Natürlich bekommen wir auch Unterstützung bei der Vorbereitung – bei der Championship oder der Eredivisie beispielsweise erhalten wir regelmäßig Presse-Kits von zehn bis zwanzig Seiten mit Fakten. Die wichtigen Informationen zu filtern, ist dann aber unsere Aufgabe. Das ist aber kein Problem, ganz im Gegenteil. Ich bin mit dieser redaktionellen Arbeit groß geworden. Das, was ich während der Übertragung sage, habe ich vor der Sendung in der Vorbereitung selbst gelesen, notiert und im Kopf behalten.</p>
<p><strong>Für unbekanntere Ligen wie die russische Liga ist die Vorbereitung dann natürlich deutlich schwerer als für z.B. die Serie A?</strong></p>
<p>Stimmt, das ist schon etwas schwerer. Bei sportdigital bin ich sehr dankbar, dass wir den Kollegen Jirka Schink haben, der Russisch versteht und daher auch die russische Liga häufiger kommentiert. Auch die Vorbereitung auf die brasilianische Liga oder die Major League Soccer strengt mehr an. Das ist für uns Kommentatoren, die das Angebot von sportdigital letztlich am Bildschirm präsentieren, eine große aber auch sehr reizvolle Herausforderung. </p>
<p><strong>Es geht ja im Fußball oft auch um Geschichte nebendran. Ist das bei den von sportdigital übertragenen Ligen – etwa der Championship oder der Eredivisie – schwierig, den Zuschauer auch für so etwas zu interessieren?</strong></p>
<p>Das ist nicht so schwierig, gerade diese beiden Ligen liefern sehr viele Stories. In der Woche vor der Sendung verfolge ich das Geschehen rund um die Teams genau und lege mir ein Dokument für jede Mannschaft an. Championship und Eredivisie vorzubereiten und zu kommentieren macht ganz einfach Spaß. Bei jeder Übertragung gibt es mal Leerlauf und da ist es wichtig, Geschichten am Rande zu wissen – zum Beispiel, welcher Spieler gerade wo im Gespräch ist. Jede Sendung ist immer wieder eine neue Herausforderung und das macht den Job so spannend. </p>
<p><strong>Wie schafft man es eigentlich, dass man in einem Spiel die Spieler nicht andauernd verwechselt – gerade wenn man sie nicht jeden Tag sieht?</strong></p>
<p>Natürlich kann es immer mal vorkommen, einen Spieler zu verwechseln. Aber auch für Kommentatoren gilt: Irren ist menschlich. Da sagt man dann ganz einfach kurz sorry, das habe ich eben durcheinander gebracht. Gerade bei den gestreiften Trikots in Brasilien kommt das mal vor, da kann man Rückennummern oder Namen oft schwer erkennen. Da ist es dann ganz wichtig, dass die Aufstellung die wir vor dem Spiel bekommen, auch in der Formation stimmt. Speziell in der Zeit, als wir mit sportdigital mit der brasilianischen Liga angefangen haben, war das für uns Kommentatoren eine große Eingewöhnungsphase. Denn oft steckte nicht der Spieler in dem Trikot, der in der Aufstellung steht. Und Spieltag für Spieltag haben die Rückennummern oder die Spielernamen auch noch gewechselt. Da kann es dann schon ziemlich komplex werden. Bei den  ersten Spielen aus Brasilien habe ich ein paar Minuten gebraucht, um die Leute einzusortieren. Mit der Zeit hat sich das aber eingespielt. Bei anderen Ligen ist das natürlich einfacher. </p>
<p><strong>Thema Aussprache von Spielern und Vereinsnamen: Selbst in der Bundesliga unterhalten sich die Fans oft, wie Spieler richtig ausgesprochen werden. Wie wichtig ist es Ihnen persönlich, Spieler richtig auszusprechen und die richtigen Teamnamen zu nennen?</strong></p>
<p>Klar ist das wichtig, schließlich möchte ja jeder gerne seinen richtigen Namen hören. Wenn wir aber versuchen würden, jeden Namen in der jeweiligen Landessprache auszusprechen, lachen uns die Leute aus. Wir sind ein deutscher Sender, also müssen wir die Sache auch etwas ‚verdeutschen‘. Trotzdem gibt es gewisse Regeln, die wir einzuhalten versuchen. ‚Udinese‘ und ‚Udine‘ beispielsweise . Genauso ist ein Hamsik eher ein ‚Hamschik‘ und ein Frank der Boer eben ein ‚Frank der Bur‘, weil es auch international so ausgesprochen wird. Das gehört einfach dazu. Außerdem gibt es seitens der Zuschauer eine Erwartungshaltung, dass er gewisse Namen so hören will, wie er sie in den Medien  wahrnimmt.</p>
<p><strong>Gibt es irgendwelche Vorlieben hinsichtlich der Ligen, die Sie kommentieren?</strong></p>
<p>Ich liebe die Championship, ich bin absoluter Fan dieser Liga geworden. Das ist nicht immer hochklassiger Fußball, aber 80 bis 90 Prozent der Spiele, die ich bislang kommentiert habe, waren schnell und hatten Pfeffer. Die Engländer spielen immer nach vorne. Zwar geht da auch viel schief, aber die Dynamik ist einfach beeindruckend. Hinzu kommt die super Atmosphäre in den Stadien und die tollen Bilder. Holland finde ich auch sehr gut. Die Stadien sind immer gut gefüllt und die Teams spielen einen technisch sauberen Fußball, wenn auch nicht mit so viel Tempo. Und ganz klar, die Serie A in Italien – eine der Topligen in Europa – kommentieren zu dürfen, ist schon ein Highlight. Das ist einfach prickelnd, wenn man Mannschaften wie Juve, Milan oder Napoli auf dem Zettel hat.</p>
<p><strong>sportdigital bietet ja jetzt auch eine Studiosendung an. War es eine große Umstellung, nun auch vor der Kamera aktiv zu sein?</strong></p>
<p>Es ist natürlich eine zusätzliche Herausforderung, weil es noch mehr Vorbereitung erfordert. Ich muss mich als Kommentator und als Moderator auf eine Sendung einstellen. Trotz der Mehrbelastung finde ich es aber klasse, dass wir jetzt diesen Weg gehen. Mit der Studiosendung geben wir dem Sender ein Gesicht und vermitteln noch mehr Nähe zu den Fans. Zusätzlich sehen die Zuschauer jetzt, wer hinter den Stimmen steckt. Es macht Spaß und es ist spannend, aber es ist auch eine unglaubliche Herausforderung für das ganze Team, Tag für Tag eine gute Sendung abzuliefern. Und vier, fünf Spiele am Stück mit Studio an einem Tag – das macht kein anderer Sender in dieser Vielfalt und Frequenz.</p>
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		<title>Was bedeutet das EuGH-Urteil für mich als Fan?</title>
		<link>http://sportmedienblog.de/2011/10/07/was-bedeutet-das-eugh-urteil-fur-mich-als-fan/</link>
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		<pubDate>Fri, 07 Oct 2011 17:44:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>RealityCheck</dc:creator>
		
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		<category><![CDATA[Fußball]]></category>

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		<category><![CDATA[Sport]]></category>

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		<description><![CDATA[Nichts.
Nachdem das Thema nun ein paar Tage sacken konnte, wird eines klar: Das &#8220;TV-Erdbeben&#8221;, das &#8220;Bosman-Urteil für&#8217;s Pay-TV&#8221; ist ausgeblieben. Wer etwas anderes behauptet, hat das Urteil nicht verstanden oder will es nicht verstehen.
Pay TV wird nicht billiger. Sky verliert nicht die Exklusivrechte. Sky bekommt keine Konkurrenz aus dem Ausland. Man kann nicht einfach nun [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nichts.</p>
<p>Nachdem das Thema nun ein paar Tage sacken konnte, wird eines klar: Das &#8220;TV-Erdbeben&#8221;, das &#8220;Bosman-Urteil für&#8217;s Pay-TV&#8221; ist ausgeblieben. Wer etwas anderes behauptet, hat das Urteil nicht verstanden oder will es nicht verstehen.</p>
<p>Pay TV wird nicht billiger. Sky verliert nicht die Exklusivrechte. Sky bekommt keine Konkurrenz aus dem Ausland. Man kann nicht einfach nun ein Abo in Griechenland abschließen.</p>
<p>Das Urteil hat im Grunde genommen nur zwei Konsequenzen:</p>
<p>Rechteinhaber können ihren Lizenznehmern nicht mehr vertraglich vorschreiben, dass diese Rechte nur für regional begrenzte Teile der EU gelten. Solche Klauseln sind unwirksam.</p>
<p>Wer zudem es irgendwie schafft, ein Abo im Ausland abzuschließen, hat nun nichts mehr von staatlichen Stellen zu befürchten. In Deutschland war dies sowieso eher ein theoretisches Problem, in Großbritannien sah dies schon anders aus.</p>
<p>Was sich nicht ändert:</p>
<p>Auch weiterhin kann kein Kunde verlangen oder gar einen ausländischen Anbieter zwingen, ihm ein Abo zu verkaufen. Wenn der Pay-TV-Betreiber sein Abo nicht außerhalb seines Kernmarktes anbieten will, dann war es das.</p>
<p>Der praktische Nutzen des Urteils für den Fan ist daher - auch wenn viele Medien es unerklärlicherweise anders darstellen - im mikroskopischen Bereich zu finden.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Gladbach 2011/12, Hertha 2008/09 - das Lucien-Favre-Deja-Vu?</title>
		<link>http://sportmedienblog.de/2011/09/25/gladbach-201112-hertha-200809-das-lucien-favre-deja-vu/</link>
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		<pubDate>Sun, 25 Sep 2011 15:08:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>RealityCheck</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Bundesliga]]></category>

		<category><![CDATA[Fußball]]></category>

		<category><![CDATA[Sport]]></category>

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		<description><![CDATA[Hertha BSC, 2008/09: 14 Siege mit nur einem Tor Unterschied.
Borussia Mönchengladbach, 2011/12: Nach sieben Spieltagen fünf Siege mit einem Tor Unterschied.
Nicht nur auf dem Papier sind die Parallelen auffällig. Lucien Favres Handschrift, die die alte Dame Hertha BSC vor drei Saisons zwischenzeitlich an die Spitze der Bundesliga und in der Endabrechnung auf Platz 4 gebracht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hertha BSC, 2008/09: 14 Siege mit nur einem Tor Unterschied.</p>
<p>Borussia Mönchengladbach, 2011/12: Nach sieben Spieltagen fünf Siege mit einem Tor Unterschied.</p>
<p>Nicht nur auf dem Papier sind die Parallelen auffällig. Lucien Favres Handschrift, die die alte Dame Hertha BSC vor drei Saisons zwischenzeitlich an die Spitze der Bundesliga und in der Endabrechnung auf Platz 4 gebracht hat, zeigt sich nach nicht mal einem Jahr des Wirkens am Niederrhein nun auch bei der Fohlen-Elf.</p>
<p>Was mit einem Sieg - als einzige Mannschaft bisher - bei den Bayern begann, der noch gerade so als glücklich und das Resultat von individuellen Fehlern des Rekordmeisters eingeordnet werden konnte, ist die derzeitige Siegesserie kein Zufall mehr.</p>
<p>Der Schweizer Trainer zeigt erneut, dass er es versteht, wie er aus einem äußerst begrenzten Spielermaterial mehr rausholt als auf den ersten Blick möglich erscheint.<span id="more-230"></span></p>
<p>Schon bei der Hertha rieb sich so mancher verwundert die Augen, wie ein Kader voller Durchschnitt, garniert mit ein, zwei qualitativ herausragenden Könnern solche Ergebnisse abliefern konnte. Und bei Gladbach ist es nun nicht viel anders. Was damals Andrej Voronin und Jaroslav Drobny waren, sind heute Andre Ter Stegen und Marco Reus. Spieler, die auf substantiven Positionen eine Qualität bieten, die Spiele gewinnt.</p>
<p>Der Rest des Kaders sorgt dafür, dass wenige geniale Momente ihrer Ausnahmekönner oftmals für drei Punkte sorgen. Die defensive Ordnung des gesamten Teams, verbunden mit einem enorm schnellen Umschalten bei Ballgewinn bzw. -verlust, lassen die qualitative Breite vergessen.</p>
<p>Das gestrige Spiel gegen Nürnberg fällt da sogar etwas heraus. Zum praktisch ersten Mal in dieser Saison war Borussia Mönchengladbach über neunzig Minuten de dominante, bessere Mannschaft, die den Sieg mehr wollte, mehr in die Offensive investierte. Einzig der Abschluss passte lange Zeit nicht, die letzte Konsequenz fehlte. Aber solche &#8220;Ausreißer nach oben&#8221; gab es auch bei Favres Hertha.</p>
<p>Das Umfeld am Niederrhein, leidgeprüft, hungrig nach den Erfolgen von früher, fängt jetzt bereits an zu Träumen. Träume, die sich an der Spree erst in der Rückrunde, nach dem Sieg im Heimspiel gegen den FCB entwickelten. Natürlich spricht derzeit kaum einer ernsthaft von der Meisterschaft, wie es in der Medienstadt Berlin beinahe zwangsläufig war. Doch Erinnerungen an alte Erfolge durch Netzer, Vogts &#038; Co. werden wach, und etwas träumen ist ja erlaubt, tut keinem weh.</p>
<p>Doch wo endet der Weg?</p>
<p>Das große Problem der Gladbacher ist und bleibt die fehlende Breite in der Spitze, was, wenn der fragile Marco Reus - man frage nach bei Joachim Löw - einmal mehrere Spiele am Stück ausfällt? Können dann die anderen offensiven Lösungen de Camargo und Bobadilla diese Lücke schließen? Man mag es bezweifeln. Und ohne Reus wird aus der 1-0-Borussia schnell eine 0-0-Borussia.</p>
<p>Natürlich, viele Fans der Fohlen, die lange Jahre sich Saison für Saison - zuletzt erst vor wenigen Monaten - mit der Abstiegsangst befassen durften, verweisen zu Recht darauf, dass derzeit jeder Punkt erstmal ein Punkt gegen den Abstieg ist. Doch lass&#8217; die derzeitige Erfolgswelle etwas weiter schwappen. Dann entwickeln sich Anspruchsdenken und Erwartungen schneller als Favre &#038; Co. lieb sein kann. Dann langt ein müdes, ermauertes 0-0 nicht mehr.</p>
<p>Das internationale Geschäft kommt für den Fast-Absteiger der Vorsaison mit Sicherheit zwei, drei Jahre zu früh - nur, um einigen überzogenen Ansprüchen bereits jetzt den Riegel vorzuschieben. Gladbach braucht mindestens zwei Saisons im gesicherten Mittelfeld der Liga, um organisch in die Rolle zu wachsen, die das Umfeld so ersehnt. Ob die mittelklassefeindliche Bundesliga dies zulassen wird, steht jedoch auf einem anderen Blatt.</p>
<p>Am Ende des Tages bleibt als Fazit nur eines: Lucien Favre brachte der Hertha eine Übersaison zum Träumen, hinterließ aber auch eine Mannschaft, die danach schnurstracks Richtung 2. Liga rauschte. Dies lässt einen bitteren Beigeschmack zurück, den man etwa auch bei &#8220;Durchlauferhitzer-Trainern&#8221; wie etwa Felix Magath spürt. Dass Favre langfristig einer Mannschaft ein Konzept, eine Idee, ein Gesicht geben kann, muss dieser noch beweisen. Und solange sollten, müssen die Gladbacher diese Ausnahmesaison genießen.</p>
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		<title>Der FC Bayern 2011 - Den Gegner mit den eigenen Waffen schlagen</title>
		<link>http://sportmedienblog.de/2011/09/19/der-fc-bayern-2011-den-gegner-mit-den-eigenen-waffen-schlagen/</link>
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		<pubDate>Mon, 19 Sep 2011 16:46:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>RealityCheck</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Bundesliga]]></category>

		<category><![CDATA[Fußball]]></category>

		<category><![CDATA[Sport]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach zehn Pflichtspielen ist es an der Zeit, ein erstes Zwischenfazit zu ziehen. Der FC Bayern hat von seinen ersten zehn Auftritten in der neuen Saison 2011/12 unter Jupp Heynckes neun Spiele gewonnen und eines verloren, dabei musst man nur ein einziges Gegentor verbuchen.
Diese erstaunliche Bilanz ist nicht Ergebnis eines Kaufrausches im Sommer, wie es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach zehn Pflichtspielen ist es an der Zeit, ein erstes Zwischenfazit zu ziehen. Der FC Bayern hat von seinen ersten zehn Auftritten in der neuen Saison 2011/12 unter Jupp Heynckes neun Spiele gewonnen und eines verloren, dabei musst man nur ein einziges Gegentor verbuchen.</p>
<p>Diese erstaunliche Bilanz ist nicht Ergebnis eines Kaufrausches im Sommer, wie es etwa 2007/08 der Fall war, oder auch nicht der mangelnden Qualität der Gegner geschuldet. Denn wie oft war es zuletzt der Fall, dass der FCB - personell top besetzt - an auf dem Papier schlechteren, aber top eingestellten Gegnern scheiterte? Man möchte exemplarisch nur auf Hannover 96 verweisen, die bei aller Liebe ihre Vorzüge nicht in der individuellen Klasse haben.</p>
<p>Doch was ist diese Saison anders? Es ist ganz einfach. Jupp Heynckes hat erkannt, mit welchen Mitteln die Gegner des Rekordmeisters zuletzt diesen auf ihr Niveau &#8220;heruntergezogen&#8221; haben und dann auf diesem ebenen Spielfeld Vorteile in anderen Kategorien als eben jener sagenumwobenen individuellen Klasse bewiesen.</p>
<p>Das Zauberwort heißt Einsatz und taktische Ordnung.<span id="more-229"></span></p>
<p>Was Louis van Gaal leider nicht hinbekam, war, dass jeder Spieler in jedem Moment des Spiels wichtig war. Der Holländer bot eine taktische Meisterleistung in der Offensive, bei Ballverlust kam es jedoch zu oft vor, dass sich die Spieler auch hier an die offensive Raumaufteilung hielten und weniger als möglich nach hinten arbeiteten. Dies hatte seine Vorteile im schnellen Umschalten, sorgte für viele Torchancen - aber leider eben hüben wie drüben.</p>
<p>Unter Jupp Heynckes ist etwas erstaunliches passiert: Franck Ribéry arbeitet nach hinten, hat aber dennoch seinen alten Spaß am Spiel nach vorne zurückgewonnen. Die fußballerische Quadratur des Kreises.</p>
<p>Die Bayern-Defensive ist nicht nur deshalb so stabil, weil das defensive Ausnahmetalent Holger Badstuber mit Jerome Boateng einen ruhigen Mitspieler neben sich hat, auf den er sich verlassen kann - sondern eben auch, weil selbst Mario Gomez oder Nils Petersen bei Ballverlusten sofort mit nach hinten arbeiten. Eine Eigenschaft, die in den letzten zwei Saisons nur Thomas Müller und Ivica Olic aufwiesen.</p>
<p>Der FC Bayern München bietet derzeit eine mannschaftliche Geschlossenheit auf, die man sonst so nur von mit weniger Stars und eigenwilligen Charakteren gespickten Mannschaften kennt. Doch hinzu kommen hier eben auch die exzellenten Einzelkönner. Diese Kombination , die man in Europa sonst nur so bei Manchester United findet (auch beim großen FC Barcelona haben manche Offensivspieler Freiheiten im Defensivspiel, was dadurch weniger ausschlägt, da man im Mittelfeld extrem ballsicher ist), stellt die potentiell gefährlichste Option für den Gegner dar. Wenn nun der Branchenprimus auch in der Kategorie Einsatz und Kampfgeist vorne weg marschiert, bleiben kaum noch Optionen zum Einbremsen übrig - es bietet sich fast nur das Hoffen auf individuelle Fehler an, was für Gladbach funktioniert hat, für Schalke aufgrund der unpräzisen Abschlüsse von Huntelaar nicht.</p>
<p>Der FC Bayern ist erstaunlich ausgereift, zu einem frühen Zeitpunkt der Saison. Dass die Gegner noch nicht die 1A-Kategorie darstellten, sollte diese Schlussfolgerung nicht in Frage stellen. Die Spielanlage einer Mannschaft ist keine Frage des Gegners. Bleibt dem FC Bayern größeres Verletzungspech in den entscheidenden Spielen gegen eben jene 1A-Kategorie erspart, geht die Meisterschaft in diesem Jahr mit Sicherheit an die Isar. Und auch in der Champions League kann man - Losglück vorausgesetzt (vulgo: Nicht Barcelona) - auch weit kommen.</p>
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		<title>Das neue Eurogoals</title>
		<link>http://sportmedienblog.de/2011/09/07/das-neue-eurogoals/</link>
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		<pubDate>Wed, 07 Sep 2011 19:56:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>RealityCheck</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Bundesliga]]></category>

		<category><![CDATA[Champions League]]></category>

		<category><![CDATA[Fußball]]></category>

		<category><![CDATA[Medien]]></category>

		<category><![CDATA[Serie A]]></category>

		<category><![CDATA[TV]]></category>

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		<description><![CDATA[Der paneuropäische Sportsender Eurosport kann inzwischen schon auf eine lange Historie zurückblicken. Gegründet 1989 hat man nunmehr einige Eigentümer und Programmreformen hinter sich. Besonders bemerkenswert war die Strategie der letzten Jahre, weg vom bloßen &#8220;Abnudelsender&#8221;, hin zu einer Betonung des eigenen Charakters, der eigenen journalistischen Angebote.
Aufgrund der Vielsprachigkeit waren Studiosendungen immer ein Problem für Eurosport. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der paneuropäische Sportsender Eurosport kann inzwischen schon auf eine lange Historie zurückblicken. Gegründet 1989 hat man nunmehr einige Eigentümer und Programmreformen hinter sich. Besonders bemerkenswert war die Strategie der letzten Jahre, weg vom bloßen &#8220;Abnudelsender&#8221;, hin zu einer Betonung des eigenen Charakters, der eigenen journalistischen Angebote.</p>
<p>Aufgrund der Vielsprachigkeit waren Studiosendungen immer ein Problem für Eurosport. Dieses löste man dann irgendwann mit einer entsprechenden Multilingualität der Moderatoren, die mit den Gästen in ihrer jeweiligen Muttersprache parlieren konnten. Diverse Studiosendungen, wie &#8220;Game, Set und Mats&#8221; oder solche zu großen Fußballturnieren sind inzwischen bei dem Sender eher die Regel denn die Ausnahme. Das Ergebnis ist eine insgesamt hochwertigere, &#8220;rundere&#8221; Berichterstattung, die das Event betont.</p>
<p>Die Sendung <b>Eurogoals</b> ist dagegen eine Institution, die diese Saison in ihr zwanzigstes Jahr geht. Und in ihrem Look &#038; Feel hat sich hierbei immer recht wenig getan, vom Konzept her war es eine klassische Highlightshow mit den Toren im Schnelldurchlauf. Praktisch, aber doch ohne eigene Identität.</p>
<p>Dies ändert sich nun zur Saison 2011/12.<span id="more-228"></span></p>
<p>Mit der Premierensendung am Montag, den 12. September 2011 um 17.30 Uhr führt Eurosport ein Studioformat für Eurogoals ein. Wöchentlich präsentiert der europäische Sportsender in sechzig Minuten aus dem Pariser Studio im Eurosport-Hauptquartier die Ergebnisse und wichtigsten Szenen (sofern man hierfür die Bildrechte hat) aus den europäischen Fußball-Wettbewerben. Zudem werden die beiden Trainer Arsene Wenger und Rafael Benitez das Geschehen mit ihrer Analyse begleiten. Wenger, polyglott, und Benitez, polyglott, sind für eine solche Sendung die Ideallösung. Weit herumgekommen, zu praktisch jedem Thema im Fußball eine Meinung. Benitez&#8217; Schwäche ist sicherlich die geringe Erfahrung mit dem deutschen Fußball, was aber zumindest etwas durch Wenger ausgeglichen wird - auch wenn der Elsäßer selbst nie in Deutschland trainierte.</p>
<p>Das neue Studio von Eurogoals macht einen typisch französischen Eindruck, futuristisch, etwas dunkel, durch gute Ausleuchtung mit einer starken Betonung der Personen. Eurosport ist es auf jeden Fall gelungen, die Sendung deutlich hochwertiger zu verpacken und aus Eurogoals das Fußball-Flagschiff des Senders zu machen. Ob durch das Studio die sowieso vollgepackte Sendung nicht noch mehr überladen wird, muss man abwarten, da die heute in Paris präsentierte &#8220;Nullnummer&#8221; der Sendung auf Ligafußball verzichten musste und dadurch sehr Talklastig war.</p>
<p>Ein altbekanntes Problem ist die Rechtesituation der beiden derzeit besten Ligen Europas: Der englischen Premier League sowie der spanischen La Liga. Die Spanier sind auch im Bereich der Highlightrechte ein schwieriger Verhandlungspartner, die Engländer verkaufen sich in der Regel mit Mann und Maus ans Pay TV (wie z.B. auch in Deutschland; Sky besitzt hinsichtlich der Highlights Exklusivrechte). Für einen paneuropäischen Sender, der sämtliche Märkte abdecken muss, ist der Rechteerwerb ein Minenfeld.<br />
Dennoch ist es ärgerlich, dass gerade diese beiden Ligen in <b>Eurogoals</b> nur in Ergebnisform stattfinden und ohne Bilder auskommen müssen. Aber diese Situation ist nicht neu.</p>
<p>Eurosport hat durch den Relaunch von Eurogoals zur 20. Saison der Sendung einen neuen Premium-Anstrich verliehen, die die Wertigkeit des Programms weiter erhöht und erneut zeigt, warum man gegenüber SPORT1 das deutlich bessere journalistische Angebot zu bieten hat. Zwar vermisst man seit dem Exodus von &#8220;Laola&#8221; immer noch eine allumfassende Highlight-Sendung des europäischen Fußballs im deutschen Fernsehen, Eurogoals ist aber angesichts der kaum zu ändernden Rahmenbedingungen ein akzeptables Surrogat.</p>
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		<title>Live by the BILD, die by the BILD</title>
		<link>http://sportmedienblog.de/2011/08/27/live-by-the-bild-die-by-the-bild/</link>
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		<pubDate>Sat, 27 Aug 2011 10:45:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>RealityCheck</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Bundesliga]]></category>

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		<category><![CDATA[Sport]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gibt ein oft wiederholtes Zitat von Springer-Vorstand Mathias Döpfner:
&#8220;Wer mit ihr im Aufzug nach oben fährt, der fährt auch mit ihr im Aufzug nach unten.&#8221;
Gemeint ist unser aller Liebling, die BILD. Dieser kurze prägnante Satz fasst das Selbstverständnis der größten deutschen Boulevardzeitung in ihrem Umgang mit Stars aus Film, Fernsehen und Sport recht gut [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt ein oft wiederholtes Zitat von Springer-Vorstand Mathias Döpfner:</p>
<p>&#8220;Wer mit ihr im Aufzug nach oben fährt, der fährt auch mit ihr im Aufzug nach unten.&#8221;</p>
<p>Gemeint ist unser aller Liebling, die BILD. Dieser kurze prägnante Satz fasst das Selbstverständnis der größten deutschen Boulevardzeitung in ihrem Umgang mit Stars aus Film, Fernsehen und Sport recht gut zusammen. Egal, was man in guten Zeiten an Indiskretionen den BILD-Spezls zukommen lässt, wenn man nicht eine absolut sakrosankte Stellung erreicht hat, wie etwa der Papst, Guttenberg oder Helmut Kohl, wird man dennoch im richtigen Moment, wenn man auf dem falschen Fuß erwischt wird, gnadenlos in den Abgrund geschubst. Die &#8220;Freunde von der BILD&#8221; sind dann keine mehr.<span id="more-227"></span></p>
<p>Einer, der das nun erfahren darf, ist Nationalmannschafts-Kapitän Philipp Lahm. Seines Zeichens BILD-Testimonial, glattgebügelter Schwiegermutters Liebling, angeblich wahrer Chef in der Schweinsteiger-Chefchen-Affäre.</p>
<p>Lahm hätte die neue, intime Verbindung von den Mannen um Alfred Draxler zur Nationalmannschaft werden sollen, die seit dem Karriereende von Lothar Matthäus arg gebeutelt war. Lahm machte sich durch die offensive, kritiklose Werbung für BILD bei vielen Fußballfans mindestens unbeliebt, zumindest aber angreifbar. Ihm war es egal, wichtig war der gestiegene Einfluss, das geschärfte Profil.</p>
<p>Die Karriereplanung des &#8220;ehemals weltbesten Linksverteidigers&#8221;, vermutlich ersonnen von seinem Management um Roman Grill, sah vor, ihn nach den Abgängen von Mark van Bommel respektive Michael Ballack endgültig als die primäre Stimme im deutschen Fußball zu positionieren. Philipp Lahm, Führungsspieler.</p>
<p>Nicht ohne Grudn wurde sodann in den letzten Wochen - auch von BILD - eine Führungsspieler-Debatte angestoßen, deren Fazit bereits zu Beginn der Kampagne festgestanden haben dürfte. Die deutsche Sehnsucht nach dem starken Mann findet sich auch im Lieblingssport der Deutschen wieder, und spätestens seit dem (leistungsmäßigem) Abgang von Ballack ist das Vakuum unübersehbar.</p>
<p>Auftritt Lahm und seine Biografie.</p>
<p>Wurde er bereits vom BILD-Schwesterblatt Sport Bild in der berühmt-berüchtigten &#8220;Chefchen-Affäre&#8221; als Gegenentwurf zum kritisieren Schweinsteiger aufgebaut, hätte diese Biografie nun Lahms Meisterstück werden können.</p>
<p>Lahm, der kantige Charakter, der kein Blatt vor den Mund nimmt, Missstände offen anspricht, den Finger in die Wunde legt. Kurzum, Führungsqualitäten zeigt.</p>
<p>Doch da hat der Münchner die Rechnung ohne seine &#8220;Freunde&#8221; von der BILD gemacht. Was dürfte er und sein Management sich gefreut haben, über die Plattform BILD, die sein Buch durch Vorabauszüge promotet und seinen Thesen die maximal größte Verbreitung garantiert. Was Lahm aber unterschätzte: BILD ist und bleibt BILD.</p>
<p>Nun, da ihm Gegenwind aus der ganzen Republik entgegenschlägt, ob von Rudi Völler oder gar Oliver Bierhoff, dürfte ihm bewusst werden, dass auch das Springer-Blatt ihn benutzt, wenn sich die Möglichkeit ergibt.</p>
<p>Seine Aussagen wurden aus dem Zusammenhang gerissen? Verkürzt dargestellt? Ach was! So arbeitet BILD nunmal. Wenn Lahm sich darüber wundert, ist es mit seinem Image als &#8220;the thinking man&#8217;s footballer&#8221; offenbar doch nicht so weit her. </p>
<p>Oder viel schlimmer: Vielleicht hat er sich gedacht, seine &#8220;Freunde&#8221; von der BILD würden sowas mit ihm ja nicht machen. Au contraire. Vielleicht wird Philipp Lahm so langsam bewusst, mit wem er sich da eingelassen hat.</p>
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		<title>Sky Sport, nun endlich im News Corp-Gewand</title>
		<link>http://sportmedienblog.de/2011/07/27/sky-sport-nun-endlich-im-news-corp-gewand/</link>
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		<pubDate>Wed, 27 Jul 2011 16:59:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>RealityCheck</dc:creator>
		
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		<category><![CDATA[Fußball]]></category>

		<category><![CDATA[Medien]]></category>

		<category><![CDATA[Sport]]></category>

		<category><![CDATA[TV]]></category>

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		<description><![CDATA[Es war eine kleine, aber feine Enttäuschung beim Relaunch von Sky im Juli 2009. Das Sportprogramm von Sky wirkte sowohl von seinem journalistischen Ansatz (mit Ausnahme von Sky90) und besonders der Optik und Produktionsstandards doch viel zu sehr wie alter Wein in neuen Schläuchen.
Vielmehr:
Alter Plazamedia-Wein in neuen Plazamedia-Schläuchen.
Der Look &#038; Feel der Sportkanäle roch Meilen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es war eine kleine, aber feine Enttäuschung beim Relaunch von Sky im Juli 2009. Das Sportprogramm von Sky wirkte sowohl von seinem journalistischen Ansatz (mit Ausnahme von Sky90) und besonders der Optik und Produktionsstandards doch viel zu sehr wie alter Wein in neuen Schläuchen.</p>
<p>Vielmehr:</p>
<p>Alter Plazamedia-Wein in neuen Plazamedia-Schläuchen.</p>
<p>Der Look &#038; Feel der Sportkanäle roch Meilen gegen den Wind nach der alten Kirch-Truppe, die Trailer, die Idents, das Senderlogo. Wenn man das deutsche Sky mit den britischen und italienischen Schwesterkanälen verglich, erkannte man bei den Filmkanälen frappierende Ähnlichkeiten, bei den Sportkanälen aber nicht.</p>
<p>Sky Sport Deutschland wirkte wie eine autarke Insel im News Corp-Reich. Bis heute.<span id="more-226"></span></p>
<p>Am heutigen Tage kündigte Sky ein neues On Air Design für die Sportkanäle an, welches &#8220;amerikanischer&#8221; wirken solle. Und wenn man sich das neue Logo ansieht (z.B. bei <a href="http://www.quotenmeter.de/cms/?p1=n&#038;p2=51055&#038;p3=">Quotenmeter</a>), sind die Ähnlichkeiten zu dem britischen und italienischen Logodesign unverkennbar, auch wenn man sich eine eigene Identität behält.</p>
<p>Eine weitere Angleichung an die europäischen Schwestersender findet sich im journalistischen Ansatz, in den Produktionsstandards. Wie international praktisch üblich sitzen Moderatoren und Experten nun an einem größeren Tisch anstatt wie bisher an einem kleinen zu stehen.</p>
<p>Das &#8220;Stehtischmodell&#8221; hatte den Vorteil, günstig transportiert werden zu können, ein Mann genügte, um ihn schnell wegzutragen, vom Feld in die Mixed Zone. Aber zugleich wirkte es auch immer &#8220;provisorisch&#8221;, die Berichterstattung hatte etwas von &#8220;zwischen Tür und Angel&#8221; produziert, immer etwas auf der Flucht.</p>
<p>Sitzende Moderatoren und Experten haben etwas ruhiges, hochwertiges.</p>
<p>Es ist beinahe überflüssig zu erwähnen, dass bei Sky Sports UK man schon seit Jahren, ja Jahrzehnten sitzt. Ebenso ist es mit der Co-Kommentierung, die in UK Standard ist selbst bei Übertragungen der spanischen Liga und nun zumindest beim Topspiel regelmäßig Einzug hält.</p>
<p>All dies sind Zeichen dafür, dass Sky nach zwei Jahren nun - man möchte &#8220;endlich&#8221; schreien - den <i>survival mode</i> verlässt und richtige Entscheidungen trifft. Endlich werden alteingesetzte Verhaltensmuster hinterfragt, die jahrelang sakrosankt waren, denn &#8220;das haben wir schon beim Leo so gemacht&#8221;. Im Ergebnis sieht bis heute praktisch jede Plazamedia-Produktion gleich aus, ob für Sky, SPORT1, Sat 1 oder Liga Total.</p>
<p>Will Sky den Premium-Charakter herausstreichen, ist dies ein enorm wichtiger Ansatzpunkt - der nun angegangen wird. Dass diese Entwicklung zusammenfällt mit dem Start von Sky Sport News HD im Winter, dem ersten Sportsender, den Sky selbst produziert und nicht extern an Plazamedia vergibt, ist kein Zufall.</p>
<p>All dies sind Zeichen für die bevorstehende Abnabelung vom Kirch-Erbe namens Plazamedia. 2013 laufen die Verträge zur Produktion der übrigen Sportsender aus. Eine Verlängerung erscheint unwahrscheinlicher denn je.</p>
<p>Der einzige Punkt, der so gar nicht zu dem üblichen News Corp-Schema passt, ist die extrem hohe Wiederholungsrate im Sportprogramm. Während in Italien und dem Vereinigten Königreich auch Wert darauf gelegt wird, dass abseits der &#8220;Kronjuweln&#8221; im Programm dem Abonnenten etwas geboten wird, ist Sky Sport Deutschland hier etwas schwach aufgestellt. Hier merkt man die finanziellen Restriktionen noch sehr deutlich, bereitet man sich doch auf das unausweichliche &#8220;Endgame&#8221; der Bundesliga-Rechtevergabe ab 2013 vor - bevor diese nicht gesichert sind und der Break Even absehbar ist, braucht man wohl keine Hoffnung auf eine Expansion im Sportrechtebereich haben. Teure Späße erlaubt man sich nicht.</p>
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